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Ergonomie / Sicherheit und erste Maturanten der Fachrichtung Landtechnik

Ein besonderes Jahrzehnt

Der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft Dipl.-Ing. Eduard Hartmann und der Bundes-minister Dipl.-Ing. Dr. Karl Schleinzer besuchten die Bundesanstalt. Die Firmen Steyr und Pöttinger brachten die ersten Ladewagen auf den Markt, Reform entwickelte den ersten Muli und die ersten Landtechniker erreichten die Maturareife. Darüber hinaus betrat Neil Armstrong als erster Mensch am 21. Juli 1969 den Mond.

Prüfungen der 60er Jahre

Traktoren, Motormäher, Bodenbearbeitungsgeräte, Handelsdüngersteuer, Mähwerke, Maschinen für die Tierpflege, Maschinen für den Garten-, Obst- und Weinbau und Geräte für die Hauswirt-schaft wurden geprüft. Im Bereich der Forschung beschäftigte man sich mit der Ermittlung der Bodenverdichtungen, die durch das Befahren des Ackerbodens mit Traktoren und landwirtschaft-lichen Maschinen hervorgerufen werden.

In das Projekt zur Ermittlung von Bodenverdichtungen wurden große Hoffnungen gesetzt

"Wieselburg geprüft"

Im Jahre 1964 erfolgte die erste Vergabe des Wieselburger Prüfzeichens für landwirtschaftliche Ma-schinen und Geräte. Rasch wurde "Wieselburg geprüft" zu einem anerkannten Markenzeichen so-wohl im Inland, als auch im angrenzenden Ausland.

Das Wieselburger Prüfzeichen wird rasch zu einem Markenzeichen

Erster Maturajahrgang der Fachrichtung Landtechnik

Nachdem 1961 die ersten Maturanten der Fachrichtung Landtechnik die Bundesanstalt verließen ist der Begriff "Absolvent der Landtechnik in Wieselburg" zu einem Markenzeichen für hohen Ausbil-dungsstandard geworden. Seit der Gründung der Fachrichtung "Landtechnik" wurden mehr als 1000 Landtechniker an der BLT fachlich ausgebildet.

Ergonomie / Sicherheit

Der zunehmende Maschineneinsatz brachte den Landwirten nicht nur eine Erleichterung der Arbeit und eine Sicherung der Arbeitsleistung, er führte auch zu gesundheitlichen Belastungen und Risiken. Dieser Tatsache wurde an der BLT schon ab 1965 Rechnung getragen und man schenkte den Fragen der Sicherheit, des Komforts und der Ergonomie mehr Aufmerksamkeit.
In vielen Projekten wurde von nun an mit der Sozialversicherungsanstalt der Bauern (SVB) und der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) zusammengearbeitet: Sicherheit am Hang - Kippsta-bilität, Arbeitsplatzgestaltung von Traktoren und Mähdreschern, Belastungen durch Staub, Lärm und Schwingungen, Elektrische Schutzmaßnahmen am Bauernhof, Schutz vor Gärgas bei Hochsilos, usw.. Bis heute erfolgen laufend sicherheitstechnische Beratungen bei den Maschinenprüfungen.
Mit der Entwicklung des "Wieselburger Gesundheitssitzes" wurden wesentliche Impulse für den Fahr-komfort auf Traktoren gesetzt. Das Wetterverdeck wurde gemeinsam mit den Firmen zur lärmarmen, klimatisierten Komfortkabine weiterentwickelt.

Der Ball der Prüfanstalt

Die Bundesanstalt für Landtechnik sorgte in den 60er und 70er Jahren jährlich für den gesell-schaftlichen landtechnischen Höhepunkt in Wieselburg. Beim legendären "Prüfanstaltsball" traf sich bis 1977 die Prominenz aus Landtechnik, Landwirtschaft, Landmaschinenhandel, Politik und Verwal-tung.

Der 'Prüfanstaltsball' war jährlich ein gesellschaftlicher Höhepunkt


 

 
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